Meine Diagnose

Diagnose Eierstockkrebs

Wir hatten ein nicht ganz einfachen Start in das Jahr. Zuerst ist mein kleiner 6 Wochen zu früh gekommen und meine Großen mussten die Mama über zwei Wochen entbehren Zuhause.

Foto by M.Couson

Kurze Zeit später musste ich ein paar mal in das Krankenhaus, meine Galle war voller Steine. Im März wurde sie entnommen. Meine Jungs machten alles geduldig mit. Vermissten die Mama, zeigten aber großes Verständis.

Es gab, zum Glück, Komplikationen bei der Gallen-OP und der Chefarzt wurde dazugeholt. Diesem kam etwas komisch vor am Bauchfell und er entnahm eine Probe. Davon wusste ich bis dato nichts.

4 Tage nach OP holte mich der Chefarzt aus dem Zimmer, ich wusste das kann nichts Gutes heißen. Er nahm mich mit in das Arztzimmer und erzählte mir, sehr betroffen, sie hätten etwas bösartiges gefunden am Bauchfell. es sieht danach aus als hätte ich Eierstockkrebs, welcher sich schon verteilt hat. Es wird nicht einfach, sagte er, Sie schaffen das aber. Ich war völlig sprachlos. Es kam sehr langsam bei mir an. Der Arzt saß mir gegnüber und wartete geduldig, sagte was jetzt noch passiert. Ich verlor den Boden unter den Füßen. So viele Sachen schwirrten mir im Kopf. Wie genau das Gespräch noch verlaufen ist-  keine Ahnung. Ich wollte nur nach Hause.

Angekommen in meinem Zimmer ging ich ins Bad und setzte mich auf den Boden und weinte, ich glaube so wie noch nie zuvor. Ratlosigkeit machte sich bei mir breit. Wie sage ich das meinem Mann? Meiner Familie? Ich schrieb ihm eine Nachricht, er solle die Jungs zu meiner Schwester bringen und kommen.

Eine Schwester kam und sagte ich solle zum Gyn-Chefarzt und zum CT, danach darf ich nach Hause. Ich ging los. Alleine- ich fühlte mich furchtbar alleine. Ich schrieb ein paar kurze Nachrichten an meine Liebsten. In der Gynäkologischen Ambulanz angekommen saß ich im Wartezimmer und meine Arbeitskollegin kam, sie hatte sich sofort auf den Weg gemacht. Sie drückte mich und sagte mir es wird alles gut. Das tat so unglaublich gut. Ich war nicht mehr alleine.

Beim CT stieß mein Mann zu mir er hielt mich einfach fest und hörte zu. War stark für mich. Eine Freundin die im Krankenhaus arbeitete kam zu mir, als ich schon auf dem CT-Tisch lag. Auch sie sagte mir es wird alles gut. Du bist stark du schaffst das. Ich erfuhr so viel Liebe in wahnsinnig kurzer Zeit. Das gab mir unglaublich viel Kraft.

Und so beschloss ich, ich schaffe das! Egal was sie finden und was kommt. Ich werde das schaffen. Augen zu und durch. Eine andere Option habe ich nicht.

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