• Meine Diagnose

    Der Verlust meiner Haare

    Ich wusste es würde kommen. Bei der Aufklärung für die Chemo wurde mir gleich gesagt, bei dieser Art von Chemo fallen die Haare immer aus. Meistens so ca. 2 Wochen nach der ersten Dosis. Gedanklich war ich gut darauf vorbereitet. Auch den Jungs haben wir das immer wieder beiläufig gesagt. Ziemlich genau 2 Wochen nach Chemo ging es los. Beim Bürsten hatte ich mehr Haare als sonst in der Bürste. Das ging etwa 2 Tage so. Ich merkte, dass meine Haare dünner wurden. Die Jungs waren bereit sie abzurasieren, das wollten sie gerne und so waren sie aktiv in den Prozess einbezogen. Am dritten Morgen hatte ich beim Duschen dann…

  • Meine Diagnose

    Wieso dieser Blog

    Es ging unglaublich schnell und viele aus meinem Umfeld wussten von meinem Blog. Das ist ja auch okay, ich habe ja auch kein Geheimnis daraus gemacht. Aber ganz viele fragten mich wieso ich das mache. Ich habe in der Chemozeit viel Zeit gehabt. Zeit auf dem Sofa, in der ich nichts tun konnte. Ich habe angefangen Mütterblogs zu lesen und dachte mir dazu hätte ich auch Lust. Geschrieben habe ich schon immer gerne. Getraut habe ich mich aber nicht, habe ja gesehen wieviel Arbeit das machen kann und ich wollte auch nicht so viel von mir preisgeben. Dann habe ich rumgesponnen das Thema Krebs einzubeziehen, schließlich ist es gerade bei…

  • Meine Diagnose

    Innere Einstellung

    Wie machst du das nur? Woher nimmst du deine Stärke? Du wirkst so entspannt. So oder so ähnlich habe ich vieles in letzter Zeit gehört. Und ich lächel immer und denke mir, so fühle ich gar nicht. Ich fühle mich nicht besonders stark. Nicht besonders gelassen. Aber es brachte mich zum Nachdenken, wieso ich so zu wirken scheine. Es hat etwas mit der inneren Einstellung zu tun denke ich. Die Diagnose war ein Schock, absolut. Aber ich habe beschlossen, dass sie nicht mein Leben dominiert. Und das tut sie nicht. Sie nimmt einen großen Teil meines Lebens zurzeit ein, gezwungenermaßen. Aber sie definiert mich nicht. Ich habe viele starke Frauen…

  • Familienalltag

    Geschwisterliebe, oder so

    Als der Große seinen Bruder bekam, war er schon 5. Glücklicher, als er, konnte man wohl nicht sein. Er hatte es sich so gewünscht ein Geschwisterchen zu bekommen. Schon lange. Und dann war der Tag da, er hatte einen Bruder. Eigentlich wollte er eine Schwester, weil die Cousine ja so süß ist. Aber der Bruder ging auch durch. Die ersten Jahre vergötterte er ihn auch. War voller Stolz. Und dann ganz plötzlich kam der Umschwung. Der Kleine fing ja an einen eigenen Willen zu entwickeln. Widerworte zu geben. Das war eher uncool. Er nervte, wenn man Freunde dahatte, wollte mitspielen. Heute ist es eine Hassliebe, manchmal. Meistens verstehen sie sich…

  • Meine Diagnose

    Gute Seelen

    Ich bin unglaublich dankbar für so viele Menschen in meinem Umfeld. Sie haben definitv einen eigenen Beitag verdient. Ohne sie alle würde ich wohl doch manchmal verzweifeln. Es geht natütlich los bei meinem Mann. Er ist immer da, nimmt sich für jede Chemo frei. Sitzt dort ca 6 Stunden, oder auch mal länger, geduldig mit mir rum. Sieht mir an, sobald es mir schlecht geht. Ich kann gar nicht genug sagen, wie sehr ich ihn liebe und froh bin, dass er das gemeinsam mit mir durchsteht. Weiter geht es mit der Familie und Freunden. Ich kann sie gar nicht alle einzeln aufzählen. Es sind manchmal nur Kleinigkeiten. Sehr oft aber…

  • Meine Diagnose

    Wir haben alles rausbekommen

    Dieser Satz ist der Schönste, den ich seit langem gehört hatte. Ich wusste gar nicht wie angespannt ich war, bis ich das hörte. Von mir fiel unglaublich viel ab. Aber von Anfang an. Einen Tag vor der OP musste ich im Krankenhaus sein. Unglaublich freundlich wurde ich empfangen, in mein Zimmer gebracht. Die Zeit davor war ich in verschiedenen Krankenhäusern stationär und dachte im Universitätsklinikum würde ich wohl nur eine Nummer sein, eine Nummer in einem Zimmer mit vielen anderen Patientinnen. Aber dem war nicht so. Ich fühlte mich wohl- so wohl wie man sich in einem Krankenhaus natürlich fühlen kann. Der nächste Morgen, mir wurde gesagt ich bin erst…