Familienalltag

Geschwisterliebe, oder so

Als der Große seinen Bruder bekam, war er schon 5. Glücklicher, als er, konnte man wohl nicht sein. Er hatte es sich so gewünscht ein Geschwisterchen zu bekommen. Schon lange. Und dann war der Tag da, er hatte einen Bruder. Eigentlich wollte er eine Schwester, weil die Cousine ja so süß ist. Aber der Bruder ging auch durch.

Die ersten Jahre vergötterte er ihn auch. War voller Stolz. Und dann ganz plötzlich kam der Umschwung. Der Kleine fing ja an einen eigenen Willen zu entwickeln. Widerworte zu geben. Das war eher uncool. Er nervte, wenn man Freunde dahatte, wollte mitspielen.

Heute ist es eine Hassliebe, manchmal. Meistens verstehen sie sich wirklich gut. Wie als das Foto entsanden ist. In solchen Momenten geht mir das Mutterherz auf. Aber es gibt auch andere Zeiten, in denen sich gehauen und geschubst wird. Sich angeschrien. Türen vor der Nase zugemacht werden. Und egal wie man reagiert, man handelt in den Augen von einem immer unfair. Bevorzugt den anderen. Egal wen.

Da kann man wohl machen was man will, sich auf den Kopf stellen zur Not. Keine Ahnung. Oder hält man sich besser raus manchmal? Lässt es laufen?

Es ist wohl der Altersunterschied, und das sie alle Jungs sind. Da muss man sich halt manchmal raufen, laut meinem Mann. Ich mag das nicht, muss mich aber wohl drangewöhnen. Zumindest so lange es nicht richtig ernst wird und sie sich wehtun dabei.

Nun ist ja noch ein Bruder da und wie soll es anders sein. Sie vergöttern ihn jetzt beide. Als ich dem Großen mal sagte, dass er den Mittleren genauso verhätschelt und geliebt hat meinte er nur trocken. Tja wenn der Kleine groß wird und anfängt zu nerven, ändert sich das wohl auch wieder. Tja so wird es wohl sein. Also genieße ich die Momente, wo alle Drei in Eintracht auf dem Spieleteppich sitzen und gemeinsam Spaß haben. Sich für ein Lachen vom Kleinen zum Affen machen. Ihn herzen und küssen. Es gibt keine schöneren Momente.

Wie ist es bei euch? Wie sind eure Erfahrungen mit Geschwisterliebe? Lasst gerne ein Kommentar hier.

Ein Kommentar

  • Simone

    Liebe Bianca, bei unseren 5 Jungs ist es ähnlich. Die beiden Kleinen (2,5 umd 5) vergöttern ihre grossen Brüder (17, 24 und 25) und die Grossen lieben die Kleinen von Herzen. Die Kleinen sind immer ganz traurig, wenn die Grossen keine Zeit oder keine Lust haben zum Spielen, Toben oder Kräfte messen haben. Aber für eine kleine kurze Begegnung zwischen gross und klein reicht es immer. Die drei Grossen raufen, zanken und veräppeln sich ….einer will cooler als der andere sein, aber im Herzen lieben sie sich, stehen für einander ein und helfen sich gegenseitig, wenn es mal brenzlig wird oder in der Vergangenheit war. Ich bin unheimlich froh, dass die Fünf sich so eng verbunden fühlen, obwohl ich nur die „Ersatz-Mama“ für die drei Grossen bin…
    Ich glaube, diese besondere Zeit wird Deine Jungs noch viel stärker miteinander verbinden und zusammen wachsen lassen als es unter „normalen“ Umständen vielleicht der Fall wäre. Zumindest ist das der Eindruck, den ich von meinen drei Grossen gewonnen habe.

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