Meine Diagnose

Es wird ruhig

Vielleicht hat der Ein oder Andere bemerkt, dass meine Blogbeiträge weniger werden. Als ich letztens darüber nachdachte, dass ich mal wieder schreiben muss, wusste ich nicht über was. Erst dachte ich, das wäre schlecht. Aber das ist es nicht. Denn, es bedeutet mir geht es gut.

Auch die Haare kommen wieder

Wenn ich gefragt werde wie es mir geht, brauche ich nicht ausweichen. Ich kann ehrlich sagen, es geht mir gut. Ohne es bewusst zu merken wurde es besser und besser. Klar, ich merke immer noch körperliche Folgen und das wird wohl auch noch eine Weile so gehen aber es ist nicht der Rede wert. Ich schaffe meinen Alltag, ohne zwischendurch zu denken, ich kann nicht mehr, ohne Abends völlig am Ende zu sein. Es ist okay so wie es ist.

Das genieße ich gerade auch in vollen Zügen. Ich genieße den ganz normalen Alltag, meine wundervollen Jungs. In Elternzeit zu sein und meinen Kleinen ganz bewusst wahrzunehmen. Ehrlicherweise, habe ich etwas Sorge, dieses Jahr wieder mit der Arbeit zu beginnen. Denn ob ich das körperlich schaffe, weiß ich nicht. Ich kann noch nicht ewig auf den Beinen sein und meine Stressresistenz hält sich auch noch im Rahmen. Nicht zu vergessen, dass es mit Arbeit, auch zu Hause wieder stressiger wird. Aber noch habe ich etwas Zeit und die genieße ich jetzt einfach.

Manchmal in den normalsten Situationen überkommt mich eine große Dankbarkeit dafür, diesen normalen Alltag überhaupt zu haben. Dankbarkeit, dass ich mich relativ schnell erholt habe. Ich sitze manchmal vormittags einfach mit dem Kleinen auf dem Boden und beobachte ihn. Er ist so ein furchtbar süßer kleiner Junge, ich sitze dort und mein Herz quillt über vor Liebe.

Vielleicht überlege ich mir, meinen Blog eine andere Richtung zu geben. Vielleicht gibt es Themen, die noch interessieren. In dem Fall bin ich natürlich für Vorschläge offen. Vielleicht schreibe ich einfach über den Alltag, über die Jungs und das Leben halt. Mal sehen.

Ich bin so froh, dass ich diesen Blog ins Leben gerufen habe. Er hat mir furchtbar gut getan. Es hat mir geholfen, meine Sorgen runterzuschreiben. Ich habe nur positiv daraus gezehrt. Auch habe ich neue Kontakte durch meinen Blog. Es fand Austausch statt, zwischen mir und anderen Betroffenen. Es gab Geschichten, die meiner fast komplett glichen. Zu wissen man kämpft nicht alleine und es haben noch mehr geschafft, ist einfach toll.

Das Thema Krebs ist noch nicht vom Tisch, aber es rückt in den Hintergrund. Der Alltag hat mich wieder. Ab und an kommt ein bisschen Stolz auf, auf das was ich geleistet habe, was wir gemeinsam geleistet haben. Aber ich denke jeder, der dem Krebs den Kampf ansagt, darf sich auch ab und an auf die Schulter klopfen.

Ein Kommentar

  • Andrea Köhler

    Du kannst wirklich seeeeehr stolz auf dich sein. Du hast es alles großartig gemeistert!!! Ohne zu Hadern und zu Verzweifeln. Ich bin sehr stolz auf dich!! Man kann vor dir nur den Hut ziehen. Du hast mich mjit deinem Bog sehr berührt und mich vieles gelehrt. Meine großartige Tochter!! Ich liebe dich soooo sehr. Kämpf weiter so un genieße die Zeit mit deinen wunderbaren Jungs. Du machst das alles toll!!

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