• Meine Diagnose

    Frust

    Wie über so vieles, spreche ich nicht gerne über meine schlechten Tage. Zurzeit sind es eher schlechte Tage. Seit gut 4 Wochen bin ich dauererkältet. Mein Immunsytem scheint damit noch etwas überfordert und so zieht sich das. An sich schon recht nervig, wie ich finde, es raubt mir nur leider auch noch meine letzten Kraft- und Nervenreserven. Viele in meinem Umfeld denken glaube ich, Chemo ist durch- fertig. Ich rede ja auch  nicht gerne darüber, wenn es mir nicht gut geht. Man möchte niemandem eine Last sein und jammern will ich schon gar nicht. Ich fühle mich ein bisschen so, als wären meine Akkus einfach langsam leer und nichts mehr…

  • Meine Diagnose

    Menopause mit 29

    Und plötzlich ist sie da, die Menopause. Ich thematisiere das eigentlich nicht, wenn ich nicht gefragt werde. Keine Ahnung wieso. Ist ja nicht unbedingt das, worüber man gerne spricht. Bei meiner OP wurden mir beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Im Vorgesräch wurden mir verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Man hätte unter der OP Proben sofortbefunden können.  Wäre etwas nicht befallen gewesen oder auch nicht bösartig, hätte es theoretisch drinbleiben können mit einem Risiko von 30% das sich danach noch etwas bilden könnte. Dann wäre mir die Unfruchtbarkeit und die sofortige Menopause erspart geblieben. Ich habe hin und her überlegt und mich mit meinem Mann beraten. Im Endeffekt gab es für mich…

  • Meine Diagnose

    Nachsorge

    Es war dann soweit, die erste Nachsorge. Eigentlich war ich relativ entspannt. Ich erzählte kaum jemandem von dem Termin, da ich einfach nicht wollte, dass mich irgendwer verrückt macht und falls was bei rauskommen sollte, wollte ich entscheiden können, wann ich es wem erzähle. Genaugenommen waren es zwei Termine. Einer bei meinem Gynäkologen und einer für ein Kontroll-CT. Ich war seit der Diagnose nicht bei meinem Gynäkologen gewesen. Alles an Behandlungen steuerte ja das Klinikum. Das machte mich etwas nervös. Mein Gynäkologe ist ein bisschen zu vergleichen mit einem liebevollen Großvater. Ich wusste er wird sehr mitfühlend sein. Das, was ich nicht so gut haben kann, wenn jemand offensichtlich betroffen…

  • Meine Diagnose

    Chemotherapie

    Ich bin nun durch mit meiner Chemotherapie und das ist unglaublich erleichternd. Rückblickend ging die Zeit sehr schnell um. Ich habe im 3-Wochen-Rhythmus gelebt. Von einer Chemotherapie zur nächsten. Dazwischen hieß es, so schnell wie möglich erholen um zur nächsten wieder fit zu sein. 18 Wochen lang hat sich unser Leben um meine Chemo gedreht. Alles andere kam zum Stillstand oder wurde unwichtig. Ich hatte einen nicht allzu guten Start in meine Chemo. Das hatte ich schonmal beschrieben.  Nachzulesen hier . Angst hatte ich vor meinen Chemos trotzdem nie. Ich habe versucht sie als das zu sehen was sie sein sollen, als Hilfe für mich. Die Chemo war für mich-…

  • Rezepte

    Apfelkuchen

    Wir waren kürzich auf einem Apfelhof Äpfel pflücken. Ich probiere mich so gerne durch Rezepte und habe oft Schwierigkeiten gute Rezepte dann wiederzufinden. Dieses Rezept jedoch habe ich nach der Apfelernte schon 3x gebacken. Es ist einfach zu lecker um es euch vorzuenthalten und so schnell und einfach gemacht. Ihr benötigt: 3 Eier  150g Zucker  1Prise Salz 150g Butter (weich) ca.50ml Milch 250gMehl 1Päckchen Backpulver 2-3 große Äpfel Zimt und Zucker So gehts: Eier mit dem Zucker und Salz schaumig aufschlagen, dann die Butter zugeben und nochmal aufschlagen. Dann Mehl, Backpulver und Milch dazu und verrühren bis ein glatter Teig entstanden ist. Bei Bedarf die Milchmenge anpassen. Den Teig in…

  • Meine Diagnose

    Urlaub

    Letzte Woche waren wir auf Rügen. Vorab haben mein Mann und ich beschlossen, der Urlaub ist für die Jungs da. Sie mussten die letzten Wochen doch immer wieder zurückstecken, das wollten wir so gut es geht wieder ausgleichen. Also hieß es was die Jungs wollten, wird gemacht. Zum Glück war das recht anspruchslos. Wir hatten eine traumhafte Ferienwohnung im Norden der Insel. Vom Wohnzimmer hatte man einen wahnsinnig tollen Ausblick auf die Ostsee. Jeden Morgen sind wir mit dem Sonnenaufgang über der See wach geworden. Als wir angekommen waren, betrat der Mitllere den Balkon, schaute auf den Strand und hüpfte und lachte vor Freude. Er wusste kaum wohin mit sich,…

  • Meine Diagnose

    Der Verlust meiner Haare

    Ich wusste es würde kommen. Bei der Aufklärung für die Chemo wurde mir gleich gesagt, bei dieser Art von Chemo fallen die Haare immer aus. Meistens so ca. 2 Wochen nach der ersten Dosis. Gedanklich war ich gut darauf vorbereitet. Auch den Jungs haben wir das immer wieder beiläufig gesagt. Ziemlich genau 2 Wochen nach Chemo ging es los. Beim Bürsten hatte ich mehr Haare als sonst in der Bürste. Das ging etwa 2 Tage so. Ich merkte, dass meine Haare dünner wurden. Die Jungs waren bereit sie abzurasieren, das wollten sie gerne und so waren sie aktiv in den Prozess einbezogen. Am dritten Morgen hatte ich beim Duschen dann…

  • Meine Diagnose

    Wieso dieser Blog

    Es ging unglaublich schnell und viele aus meinem Umfeld wussten von meinem Blog. Das ist ja auch okay, ich habe ja auch kein Geheimnis daraus gemacht. Aber ganz viele fragten mich wieso ich das mache. Ich habe in der Chemozeit viel Zeit gehabt. Zeit auf dem Sofa, in der ich nichts tun konnte. Ich habe angefangen Mütterblogs zu lesen und dachte mir dazu hätte ich auch Lust. Geschrieben habe ich schon immer gerne. Getraut habe ich mich aber nicht, habe ja gesehen wieviel Arbeit das machen kann und ich wollte auch nicht so viel von mir preisgeben. Dann habe ich rumgesponnen das Thema Krebs einzubeziehen, schließlich ist es gerade bei…

  • Meine Diagnose

    Innere Einstellung

    Wie machst du das nur? Woher nimmst du deine Stärke? Du wirkst so entspannt. So oder so ähnlich habe ich vieles in letzter Zeit gehört. Und ich lächel immer und denke mir, so fühle ich gar nicht. Ich fühle mich nicht besonders stark. Nicht besonders gelassen. Aber es brachte mich zum Nachdenken, wieso ich so zu wirken scheine. Es hat etwas mit der inneren Einstellung zu tun denke ich. Die Diagnose war ein Schock, absolut. Aber ich habe beschlossen, dass sie nicht mein Leben dominiert. Und das tut sie nicht. Sie nimmt einen großen Teil meines Lebens zurzeit ein, gezwungenermaßen. Aber sie definiert mich nicht. Ich habe viele starke Frauen…

  • Familienalltag

    Geschwisterliebe, oder so

    Als der Große seinen Bruder bekam, war er schon 5. Glücklicher, als er, konnte man wohl nicht sein. Er hatte es sich so gewünscht ein Geschwisterchen zu bekommen. Schon lange. Und dann war der Tag da, er hatte einen Bruder. Eigentlich wollte er eine Schwester, weil die Cousine ja so süß ist. Aber der Bruder ging auch durch. Die ersten Jahre vergötterte er ihn auch. War voller Stolz. Und dann ganz plötzlich kam der Umschwung. Der Kleine fing ja an einen eigenen Willen zu entwickeln. Widerworte zu geben. Das war eher uncool. Er nervte, wenn man Freunde dahatte, wollte mitspielen. Heute ist es eine Hassliebe, manchmal. Meistens verstehen sie sich…