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    Rückblick

    Mir ist aufgefallen, ich hatte gar keinen Jahresrückblick, wie es sich für einen guten Blogger gehört. Dann bin ich wohl kein guter Blogger 😜 Sowieso bin ich im Moment stark am überlegen diesen Blog einzustampfen. Ich schreibe immer weniger, der Alltag hat mich wieder voll zurück und die Zeit fehlt. Auch will ich mich oft gar nicht mehr so sehr mit dem Thema Krebs beschäftigten. Außerdem kostet mich das Unterhalten dieser Seite Geld und das fällt bekanntlicherweise nicht vom Himmel. Aber ich habe es noch nicht ganz entschieden. Es ist ja ein absolutes Herzensprojekt gewesen, ist es immer noch. Viele, viele Menschen schauen sich meine Beiträge an. Mehr als ich…

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    Neustart

    Ein paar mal habe ich in den vergangen Wochen angefangen, neue Blogartikel zu schreiben. Und immer sind sie im Entwürfeordner gelandet. Keine Ahnung wieso. Irgendwie wird die Hemmung mich hier emotional „nackig“ zu machen, immer größer. Es lesen so viele mit und die Motivation vom Anfang, anderen und mir mit diesem Blog zu helfen, hat sich irgendwie etwas verschoben. Wie auch immer, gestern hatte ich ein Gespräch, was mich etwas zum Nachdenken gebracht hat und ein guter Aufhänger für einen neuen Artikel ist. Ich wurde gefragt, ob ich jeden Tag an den Krebs denke. Meine Antwort war leider ein klares: JA tue ich. Die Gegenantwort war: Ja klar, deinem Gegenüber…

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    Neue Gefühle

    Ich schwanke im Moment mit meinen Gefühlen stark hin und her. Mal wieder schreibe ich um meine Gedanken zu sortieren. Es ist Sonntagmorgen ich sitze mit einer Tasse Tee auf dem Sofa und beobachte den Jüngsten, wie er mit dreckverschmiertem Mund, vom Frühstück, vor sich hin spielt. Im Hintergrund höre ich die beiden Großen sich über Pokemon austauschen. Ich bin so glücklich. So wahnsinnig glücklich! Und dann ist da momentan aber so viel Matsch im Kopf. Ich habe Angst. Neue Angst. Ich tue nichts mehr aktiv gegen diesen beschissenen Krebs. Die Therapie ist vorbei und das löst eine komplette Unsicherheit in mir aus. Damit hätte ich nicht gerechnet. Das trübt…

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    Geschafft!

    Das war er, der Schritt raus aus dem Tumorzentrum. Das letzte mal! Ich habe es geschafft, die Therapie ist beendet. Dieses Gebäude werde ich, hoffentlich, nie, nie, nie wieder betreten. Ich fühlte mich dort immer so gut aufgehoben und ich kann nichts negatives äußern über meine Behandlung ABER ich möchte dort nie wieder Patient sein. Wie sagte die Krankenschwester so schön? „Ich würde Sie gerne überall und jederzeit wiedertreffen, aber nicht hier!“ Es war ein so unbeschreibliches Gefühl gestern dort von meinem Stuhl aufzustehen, mich zu bedanken und zu gehen. Ich wäre am liebsten rausgehüpft und alle Menschen umarmt, so euphorisch war ich. Gleichzeitig hätte ich am Liebsten geheult. Vor…

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    Die Sache mit der Bindung

    Wenn man sich mit der frühkindlichen Bindung beschäftigt, liest man, dass in den ersten 18Monaten eines Säuglinges der Grundstein für Urvertrauen, Bindung an Bezugspersonen und Beziehungsfähigkeit gelegt wird. Diese Zeit ist so wichtig für ein Kind. Das was in der Zeit gefestigt wird, geht nicht mehr weg. Man kann es nicht rückgängig machen, es ist dann tief in einem verwurzelt. Positives wie negatives. Die Personen an die sich ein Kind in der Zeit bindet sind nicht einfach austauschbar. Es wird eine tiefe Verbundenheit geschaffen. Mein Jüngster ist jetzt 21 Monate alt. Die Zeit meiner OP und Chemotherpapie war genau diese Zeit. Er wurde durch viele Hände gereicht, weil ich mich…

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    Fatigue

    Was ist das eigentlich? In letzter Zeit leide ich häufig darunter. Ich schreibe es ein bisschen der Wärme zu. Denn wenn es warm ist, wird es schlimmer. Es gibt Wochen, da merke ich es kaum. Und dann gibt es Zeiten wie im Moment. Zeiten in denen ich manchmal kaum einen klaren Gedanken fassen kann vor Müdigkeit. In denen ich 2 Stunden mittags schlafe und trotzdem danach nicht erholt bin. Das ist Fatigue- Erschöpfung. Man kann sich auf den Kopf stellen, aber es wird nicht besser. Der Körper ist einfach erschöpft. Oft tritt es nach Krebstherapie auf, das ist die Krebs-Fatigue. Es gibt sie aber auch in Zusammenhang mit anderen chronischen…

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    Die Sache mit der Angst

    Da ist sie wieder, plötzlich und völlig unvermittelt reißt es mir den Boden unter den Füßen weg und mein Kopfkino ist angeschmissen. Ich bekomme eine Nachricht einer Freundin, die ich über diesen Blog kennengelernt habe. Wir schreiben viel und tauschen uns aus. Ihre Geschichte ist meiner sehr ähnlich. Wir haben die Diagnose in etwa zum selben Zeitpunkt bekommen. Doch jetzt hat sich etwas verändert. Bei ihr wurden wieder Tumore gefunden. Diese Nachricht hat mich unfassbar geschockt. Ich hatte immer Angst davor, habe diese aber auch gut unter Kontrolle gehabt, ich habe die Möglichkeit eines Rezidivs einfach von mir geschoben. Nun ist sie da, diese Möglichkeit. Wenn es bei ihr wieder…

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    Nicht immer schwarz-weiß

    Ich habe seit einiger Zeit einen Blogpost liegen. Das Thema wie mit Krebskranken umgegangen wird, vom Umfeld, beschäftigt mich schon länger. Ich habe mich in Krebscommunitys umgehört und habe viel ähnliche Erfahrungen gehört. Einiges habe ich auch erlebt, vieles aber auch nicht. Ich hatte ein starkes Umfeld um mich rum und wurde aufgefangen. Viele berichten von Familienbrüchen und Freundesverlust unter der Krankheit. Ich konnte das nicht nachvollziehen. Jetzt kann ich es. Ich habe mich so viel damit beschäftigt und eine kürzliche Aussprache mit einer Freundin hat mir gezeigt das Thema ist nicht schwarz-weiß. Es hat viele Facetten, viele Emotionen und viele Meinungen. Genau da liegt wohl das Problem. Viele haben…

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    Eine Hommage an meine Mädels

    4 Tage Familienfrei. Obwohl so kann man es gar nicht sagen. Ein Teil meiner Familie hatte ich bei mir. Meine zwei besten Freundinnen. Sie sind ein Teil von mir. Genauso wie meine Familie. Wir Drei haben alle unsere 30 Geburtstage im April und Mai und haben schon vor Langem gesagt, zu dem Anlass werden wir wegfliegen. Voriges Jahr wurde ich dann überrascht mit dem Satz, sei nicht böse auf uns, aber wir haben London gebucht. Wir fliegen 4 Tage weg im Mai. Ich war völlig platt, denn etwas vorher habe ich gesagt, sie müssen den Trip ohne mich machen. Ich hätte es einfach nicht bezahlen können, mein Einkommen fehlt ja…

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    Ein Jahr

    27.04.18: Ich werde wach, muss mich kurz orientieren. Ich liege in einem großen Raum. Überall piepst es. Dort stöhnt jemand. Vier Betten, in einem davon liege ich. Die OP ist vorbei, ich fühle mich wie von einem LKW überrollt, kann mich kaum bewegen. Irgendwo in meinem benebelten Hirn schreit es, abtasten! Meine Hände gehen unter die Decke, ganz vorsichtig. Ich taste einige Schläuche, sehe Ableitungen. Bitte, bitte kein künstlicher Darmausgang. Aber ich taste keinen. Mein Kopf fällt aufs Kissen. Dann rasen die Gedanken los. Was haben sie wohl gefunden? Ist alles raus? Was passiert jetzt? Ein Pfleger kommt und spricht mich an, fragt mich ob ich Schmerzen habe. Nein habe…