• Meine Diagnose

    Keine Worte

    Der ein oder andere weiß vielleicht, dass ich ein bisschen auf Instagram unterwegs bin. Jemand forderte in seinem Post auf, das Jahr mit einem Wort zu beschreiben. Ich überlegte, fand aber nicht DAS Wort. Mir geisterte einiges im Kopf rum aber es war nicht in einem einzigen Wort zusammenzufassen. Es ist so viel passiert. Das Jahr hat uns herausgefordert und auf die Probe gestellt. Wir haben ihm den Mittelfinger gezeigt und gekämpft. Als ich so nach Worten suchte, merkte ich schnell, es sind auch viele gute Worte. Es war ein schlichtweg furchtbares Jahr. Wir sagen immer 2019 kann eigentlich jetzt nur besser werden. Aber alles Schlechte hat wohl auch Poitives.…

  • Meine Diagnose

    Angst?

    Hatte ich Angst? Habe ich Angst? Ganz ehrlich? Ja, natürlich. Ich habe kürzlich mit einer Frau geschrieben, die den Therpieweg noch vor sich hat, zum großen Teil. Sie fragte mich, ob es normal ist, dass die Angst unterschwellig immer da ist. Kurz musste ich in mich fühlen und habe mit einem klaren -Ja- geantwortet. Ja ich hatte Angst, natürlich. Und ich habe sie immer noch. Ich würde nicht behaupten, dass ich sie ignoriere, aber ich lasse sie nicht zu. Ab und an kommt es mal hoch, aber ich sage mir was kommt das kommt und was ich tun kann, tue ich. Die größte Angst hatte ich wohl, als ich die…

  • Meine Diagnose

    Das Leben genießen

    Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wenn ich die Zeit Revue passieren lasse, weiß ich wie hart alles war. Ich denke daran, was wir als Familie gestemmt haben und bin stolz. Stolz auf meine Jungs, stolz auf meinen wunderbaren Ehemann und natürlich auch auf mich. Wenn ich an die letzten Monate denke, denke ich auch an Familie und Freunde und eine große Dankbarkeit erfüllt mich. Die Zeit hat mich ihnen noch näher gebracht, Freundschaften vertieft und alte, fast vergessene Freundschaften, wieder aufgewärmt. Ich bin wohl sehr gesegnet mit einem tollen Umfeld und ich weiß nicht jedem ist so ein Backround vergönnt. Mir wird immer bewusster wie wichtig die…

  • Meine Diagnose

    Frust

    Wie über so vieles, spreche ich nicht gerne über meine schlechten Tage. Zurzeit sind es eher schlechte Tage. Seit gut 4 Wochen bin ich dauererkältet. Mein Immunsytem scheint damit noch etwas überfordert und so zieht sich das. An sich schon recht nervig, wie ich finde, es raubt mir nur leider auch noch meine letzten Kraft- und Nervenreserven. Viele in meinem Umfeld denken glaube ich, Chemo ist durch- fertig. Ich rede ja auch  nicht gerne darüber, wenn es mir nicht gut geht. Man möchte niemandem eine Last sein und jammern will ich schon gar nicht. Ich fühle mich ein bisschen so, als wären meine Akkus einfach langsam leer und nichts mehr…

  • Meine Diagnose

    Menopause mit 29

    Und plötzlich ist sie da, die Menopause. Ich thematisiere das eigentlich nicht, wenn ich nicht gefragt werde. Keine Ahnung wieso. Ist ja nicht unbedingt das, worüber man gerne spricht. Bei meiner OP wurden mir beide Eierstöcke und die Gebärmutter entfernt. Im Vorgesräch wurden mir verschiedene Möglichkeiten vorgestellt. Man hätte unter der OP Proben sofortbefunden können.  Wäre etwas nicht befallen gewesen oder auch nicht bösartig, hätte es theoretisch drinbleiben können mit einem Risiko von 30% das sich danach noch etwas bilden könnte. Dann wäre mir die Unfruchtbarkeit und die sofortige Menopause erspart geblieben. Ich habe hin und her überlegt und mich mit meinem Mann beraten. Im Endeffekt gab es für mich…

  • Meine Diagnose

    Nachsorge

    Es war dann soweit, die erste Nachsorge. Eigentlich war ich relativ entspannt. Ich erzählte kaum jemandem von dem Termin, da ich einfach nicht wollte, dass mich irgendwer verrückt macht und falls was bei rauskommen sollte, wollte ich entscheiden können, wann ich es wem erzähle. Genaugenommen waren es zwei Termine. Einer bei meinem Gynäkologen und einer für ein Kontroll-CT. Ich war seit der Diagnose nicht bei meinem Gynäkologen gewesen. Alles an Behandlungen steuerte ja das Klinikum. Das machte mich etwas nervös. Mein Gynäkologe ist ein bisschen zu vergleichen mit einem liebevollen Großvater. Ich wusste er wird sehr mitfühlend sein. Das, was ich nicht so gut haben kann, wenn jemand offensichtlich betroffen…

  • Meine Diagnose

    Chemotherapie

    Ich bin nun durch mit meiner Chemotherapie und das ist unglaublich erleichternd. Rückblickend ging die Zeit sehr schnell um. Ich habe im 3-Wochen-Rhythmus gelebt. Von einer Chemotherapie zur nächsten. Dazwischen hieß es, so schnell wie möglich erholen um zur nächsten wieder fit zu sein. 18 Wochen lang hat sich unser Leben um meine Chemo gedreht. Alles andere kam zum Stillstand oder wurde unwichtig. Ich hatte einen nicht allzu guten Start in meine Chemo. Das hatte ich schonmal beschrieben.  Nachzulesen hier . Angst hatte ich vor meinen Chemos trotzdem nie. Ich habe versucht sie als das zu sehen was sie sein sollen, als Hilfe für mich. Die Chemo war für mich-…

  • Meine Diagnose

    Urlaub

    Letzte Woche waren wir auf Rügen. Vorab haben mein Mann und ich beschlossen, der Urlaub ist für die Jungs da. Sie mussten die letzten Wochen doch immer wieder zurückstecken, das wollten wir so gut es geht wieder ausgleichen. Also hieß es was die Jungs wollten, wird gemacht. Zum Glück war das recht anspruchslos. Wir hatten eine traumhafte Ferienwohnung im Norden der Insel. Vom Wohnzimmer hatte man einen wahnsinnig tollen Ausblick auf die Ostsee. Jeden Morgen sind wir mit dem Sonnenaufgang über der See wach geworden. Als wir angekommen waren, betrat der Mitllere den Balkon, schaute auf den Strand und hüpfte und lachte vor Freude. Er wusste kaum wohin mit sich,…

  • Meine Diagnose

    Der Verlust meiner Haare

    Ich wusste es würde kommen. Bei der Aufklärung für die Chemo wurde mir gleich gesagt, bei dieser Art von Chemo fallen die Haare immer aus. Meistens so ca. 2 Wochen nach der ersten Dosis. Gedanklich war ich gut darauf vorbereitet. Auch den Jungs haben wir das immer wieder beiläufig gesagt. Ziemlich genau 2 Wochen nach Chemo ging es los. Beim Bürsten hatte ich mehr Haare als sonst in der Bürste. Das ging etwa 2 Tage so. Ich merkte, dass meine Haare dünner wurden. Die Jungs waren bereit sie abzurasieren, das wollten sie gerne und so waren sie aktiv in den Prozess einbezogen. Am dritten Morgen hatte ich beim Duschen dann…

  • Meine Diagnose

    Wieso dieser Blog

    Es ging unglaublich schnell und viele aus meinem Umfeld wussten von meinem Blog. Das ist ja auch okay, ich habe ja auch kein Geheimnis daraus gemacht. Aber ganz viele fragten mich wieso ich das mache. Ich habe in der Chemozeit viel Zeit gehabt. Zeit auf dem Sofa, in der ich nichts tun konnte. Ich habe angefangen Mütterblogs zu lesen und dachte mir dazu hätte ich auch Lust. Geschrieben habe ich schon immer gerne. Getraut habe ich mich aber nicht, habe ja gesehen wieviel Arbeit das machen kann und ich wollte auch nicht so viel von mir preisgeben. Dann habe ich rumgesponnen das Thema Krebs einzubeziehen, schließlich ist es gerade bei…